SYNOPSIS


Als Lotta, die in einer WG Kommune in der Provinz auswuchs,

bei einem Heimatbesuch in ein absurdes Weingelage ihrer

alten Mitbewohner gerät, wird ihr klar, dass es Zeit ist,

sich von den idealisierten Bildern ihrer Vergangenheit abzunabeln.


As Lotta, who grew up in an alternative house community,

came home to visit her father, she blundered into an absurd wine banquet

of her old house mates. During the evening she realizes, that it is time for her

to break free from the idealized images of her past.

PRODUKTIONSINFOS


GENRE: halbimprovisierte Tragik-Komödie |

PRODUKTIONSLAND: Deutschland

PRODUKTIONSJAHR: 2015 | LÄNGE: 15 min |

PRODUKTIONSORTE: Berlin und Brandenburg

GEDREHT IN: CinemaScope auf einer BLACK MAGIC in 4K |

AUSSPIELUNG: DCP 2K, 5.1-Ton




ÜBER DEN FILM


Lotta ist mit 20 sehr unterschiedlichen Menschen in einer WG Kommune in der westdeutschen Provinz aufgewachsen. Ganz „alternativ“ wurde sie auf Augenhöhe erzogen: von klein auf war sie schon eine „gleichberechtigte“ und „gleichwertige Mitbewohnerin“, die klar und frei ihre Meinung zu Allem und Jedem äußern durfte. Innerhalb der Mauern des Hauses galten eigene „Gesetzte“. Es war eine eigene Welt, so ganz anders als die Welt da „draußen“, die sie im Kindergarten und in der Schule erlebte, weswegen sie es heute gerne ihr „gallisches Dorf“ nennt. Von früh an verbanden sie und ihre WG-Familie die gleiche politische Einstellung, der gleiche Musikgeschmack, sie konnte sich für die gleichen Bücher und Filme begeistern.

In der Zeit, in der sich andere Kinder langsam von ihrer Familie abnabeln, indem sie gegen die Ideale und Wertmaßstäbe der Eltern rebelliere, fehlte Lotta die Reibefläche. Die Ideale und Wertmaßstäbe von Eltern und WG-Kumpanen waren Lottas eigene geworden, und so hatte sie nichts, wogegen sie sich hätte auflehnen können. Wie sollte sie sich von einer Familie abnabeln, deren Mitglieder eher alle als „beste Freunde“ vorkamen?

Ganz im Geiste ihrer Kindheit ging Lotta früh von zu Hause weg nach Berlin. BERLIN! Für die ganze WG Community ungefähr gleichbedeutend mit dem, was Moskau für die tschechowschen Figuren ist. Und auch eine Art „gallisches Dorf“. Sie wird Fotografin, porträtiert viele Musiker, eigene Helden und somit auch die Helden ihrer „Eltern-Generation“. Freies Künstlerleben in Berlin. Sie lebt ein Leben, das ganz von den Idealen und Träumen ihrer WG Familie geprägt ist. Eigentlich könnte ihre „Familie“ doch richtig stolz auf sie sein. Sie hat alles „richtig“ gemacht, denkt sie...

Doch Lotta fühlt sich zunehmend verletzt und frustriert, wenn sie mal heimkommt. Statt Begeisterung und Anerkennung für ihr Leben, erntet sie oft nur spitze Bemerkungen von ihren ehemaligen WG-Kumpanen.
Die Eltern und alten Mitbewohner sind in der Provinz geblieben. Die WG wurde irgendwann aufgelöst. Alle sind bis heute befreundet aber der alte „Kampfgeist“ ist merklich abgekühlt und hat sich relativiert. Sie alle hatten einst hochfliegende Träume, Ideen und Ideale, doch das meiste ist im Alltag auf der Strecke geblieben. Und dann kommt Lotta an und erinnert sie an das, was sie vielleicht tun wollten, aber nicht getan haben – weshalb auch immer.

Lotta, die das alles lange geschluckt und ihre Wut darüber unterdrückt hat, lernt schließlich, die Realität hinter ihrem idealisierten Bild der Elterngeneration klar zu sehen, die Idealisierungen und Wünsche nach Anerkennung loszulassen und schafft es dadurch, sich endlich abzunabeln.

Wir möchten in diesem Film in fünf Akten, Lotta mit allen absurden Facetten der Beziehung zu Ihrer WG-Familie konfrontieren. Dabei wurden die Charaktere der „Alten“ liebevoll überzeichnet, um die Beziehungswirren als Kind und Jugendliche innerhalb dieses WG-Großfamilien Konstrukts heraus zu streichen.
Der Film wurde halbimprovisatorisch gedreht, d.h. neben dem vorhandenen Script, haben wir die einzelnen Charaktere im Vorfeld sehr genau mit den Darstellern entwickelt und ihnen dann die Möglichkeit gegeben, sich innerhalb der 5 Akte, die genau strukturiert und zielorientiert sind, frei zu bewegen.

Wir möchten in diesem Film in fünf Akten, Lotta mit allen absurden Facetten der Beziehung zu Ihrer WG-Familie konfrontieren. Dabei wurden die Charaktere der „Alten“ liebevoll überzeichnet, um die Beziehungswirren als Kind und Jugendliche innerhalb dieses WG-Großfamilien Konstrukts heraus zu streichen.
Der Film wurde halbimprovisatorisch gedreht, d.h. neben dem vorhandenen Script, haben wir die einzelnen Charaktere im Vorfeld sehr genau mit den Darstellern entwickelt und ihnen dann die Möglichkeit gegeben, sich innerhalb der 5 Akte, die genau strukturiert und zielorientiert sind, frei zu bewegen.